Der Stromausfall – Kein undenkbares Problem!

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Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, was passiert wenn ein Stromausfall länger als fünf Tage andauert? Sie meinen das ist nicht möglich? Da haben Sie falsch gedacht.

Kein undenkbares Problem!

So geschehen am 25.11.2005 im Münsterland. Dort waren durch abknickende Hochspannungsmasten mehr als 250.000 Menschen und 25 Gemeinden mehrere Tage ohne Strom. Auch in Hochwassergebieten fällt immer wieder der Strom für Tage aus. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 148.000 Stromausfälle in Deutschland gezählt. Die meisten zwar für nur wenige Stunden aber gerade in der heutigen Zeit könnten sich staatliche oder nicht staatliche Akteure in das Stromnetz hacken und für regionale Stromausfälle verantwortlich sein. Zwischen 2012 und 2013 erfolgten neun Cyberangriffe täglich auf Kraftwerke.

Was passiert nun, sollte der Strom ausfallen?

Im Sommer ist das ganze weniger ein Problem. Es muss nicht geheizt werden und die Temperaturen sind angenehm. Im Winter bei -5 Grad erreichen Häuser bereits nach drei Tagen die gleiche Temperatur. Dann kann niemand mehr bei sich zu Hause bleiben, es sei denn er hat einen Ofen oder Kamin oder eben auch in Mietwohnungen vorgesorgt. Normalerweise würden dann wieder die örtlichen Katastrophenschützer warme Mahlzeiten und Möglichkeiten zum Schlafen bereitstellen. Dies geschieht meist in Turnhallen oder Konferenzzentren. Aber mal ganz ehrlich, wer möchte schon mit 1000 anderen Menschen zusammen in einer Turnhalle schlafen?

Stromausfall
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Das Heizen

Was kann man nun selbst tun wenn der Fernseher, die Mikrowelle, die Waschmaschine, die Toilette, die Heizung und das Wasser nicht mehr funktionieren? Die wie ich finde einfachste Methode um die Wärme in der Wohnung zu erhalten ist alles auf einen Raum zu konzentrieren und alle Türen geschlossen zu halten. Mit einem Gasheizgerät kann man so einige Tage überbrücken, bis dann hoffentlich der Strom irgendwann wieder da ist. Dieses Gerät findet man in jedem Baumarkt und die dazugehörigen Gasflaschen ebenfalls. Dabei kann man leicht 100 Euro investieren. Noch einfacher geht das ganze mit warmer Kleidung, jedoch nur über einen Zeitraum von drei Tagen, bedenkt man die Außentemperatur von -5 Grad. Danach werden warme Kleidung und Decken nicht mehr ausreichen.

Für Eigenheimbesitzer gibt es die Möglichkeit bei einem Stromausfall mit einem Ofen oder Kamin zu heizen und zu kochen. In vielen älteren Häusern gibt es noch Kachelöfen, welche heutzutage meistens als Dekoration dienen oder einfach abgerissen werden. Wer diese nicht sehr ansprechend findet, kann sich einfache Systeme aus dem Baumarkt ab 400 Euro. Hierbei sollte auf die Dauernutzbarkeit geachtet werden. In solchen Öfen kann man viele Dinge verbrennen, gerade in Notsituationen oder längeren Perioden ohne Strom und Heizung, können dann auch Möbelstücke zerkleinert und verbrannt werden. Besser wäre jedoch ein Vorrat an Brennholz.

Für Personen ohne Eigenheim bietet sich die Möglichkeit einen Zeltofen eben auch in Zelten zu nutzen. Diese Systeme kann man bereits ab 150 Euro erwerben und bieten eine gute Alternative, um alles mögliche verbrennen zu können.

Das Kochen

Wie kann man in dieser Zeit Wasser kochen, Essen erwärmen oder zubereiten? Dazu stellt jeder Baumarkt oder Campingmarkt einfache Gaskocher zur Verfügung. Diese gibt es bereits ab 20 Euro und die dazugehörigen Kartuschen bereits ab 5 Euro. Mit einer mittleren Kartusche kann man leicht mehrere Stunden kochen, das Zubereiten von Fünf-Gänge Menüs sollte man jedoch wenn möglich unterlassen. Wer hier mit dem Gas geizt, kann dafür einen längeren Zeitraum überbrücken.

Wie beschäftigen?

Wie kann man sich nun beschäftigen? Zum einen sind dann Gemeinsschaftsspiele sehr gefragt, zum anderen kann man sich auch draußen bewegen, spazieren gehen und so selbst Wärme erzeugen.

Auf dem Laufenden bleiben!

Wie kann man aktuelle Nachrichten und wichtige Informationen empfangen? Eine der wohl einfachsten Möglichkeiten bietet ein Autoradio. Eine andere Möglichkeit wäre ein integriertes Radio im Handy. Nun hat wieder nicht jedes Handy solch eine Funktion. Sollte dies der Fall sein, wäre es sinnvoll vorzusorgen und sich ein Kurbel-, Solar- oder USB-Radio anzuschaffen. Letzteres ist mein persönlicher Favorit. Das kann ich leicht über einen Laptop oder über ein Netzteil laden. Bei einem Stromausfall lade ich es einfach über ein Solarpanel, welches die Möglichkeit hat auch bei bewölktem Himmel zu laden. So ist es möglich ein Handy immer wieder aufzuladen und seine liebsten nicht-online-Spiele zu spielen. Außerdem kann man sein mobiles Telefon auch gut als Taschenlampe nutzen. Natürlich wäre es auch sinnvoll eine Powerbank zur Verfügung zu haben und so sein Handy oder andere Geräte mehrmals laden zu können.

Die Bleuchtung

Wie kann ich die Beleuchtung während eines Stromausfalls sicherstellen? Wie schon erwähnt wäre dies über USB Led-Leuchten oder eben ganz klassisch über Lampen mit wechselbaren Batterien möglich. Der Nachteil im Nutzen von Batterien besteht darin, dass diese mit der Zeit die Ladung verlieren und dann ausgewechselt werden müssen. Das belastet die Umwelt und den Geldbeutel. Auch wiederaufladbare Batterien verlieren mit der Zeit die Ladung, können aber problemlos durch Sonnenenergie geladen werden. Bevorzugt werden sollten ganz klar Led-Leuchten, denn diese verbrauchen ca. 90% weniger Energie als klassische Glühbirnen. Eine alternative Beleuchtung kann auch durch Kerzen sichergestellt werden. Dabei sollte aber immer der Brandschutz beachtet werden, denn auch Handys funktionieren dann nicht unbedingt. Festnetztelefone sind mittlerweile auch oft an das Stromnetz angeschlossen, wodurch diese dann auch nicht funktionieren. Die Feuerwehr wird dann irgendwann aber durch Rauchsignale alarmiert.

Sonstiges

Welche anderen Dinge sollte ich beachten? Sobald der Strom ausfällt, sollten alle Geräte vom Netz genommen werden, um so ein unkontrolliertes An- und Ausschalten der Geräte zu verhindern und diese somit zu schützen. Wie schon erwähnt sollten für einen Brandfall Bekämpfungsmittel zur Verfügung stehen, denn das alarmieren der Feuerwehr kann dauern. Dazu gibt es einfache Feuerlöscher in jedem Baumarkt. Die Handhabung sollte aber jedem klar sein. Denn nichts ist im Brandfall schlimmer, als jemand der das einzige Löschmittel verbraucht ohne eine Wirkung zu erzielen und eventuell noch sich oder andere damit gefährdet.

Notstrom-Aggregate sind generell nicht empfehlenswert. Teilweise sind die Stromschwankungen für Haushaltsgeräte einfach zu stark und diese könnten dadurch beschädigt werden. Außerdem ist das nötige Benzin meist schnell verbraucht. Eine solare oder windgestützte Notenergie bietet da klare Vorteile. Zu beachten ist jedoch, dass Fotovoltaik-Anlagen den Strom auch beim Stromausfall immer erst an das gesamte Stromnetz abgeben und dies dem eigenen Haus nicht zur Verfügung steht. Diesen Aspekt vergessen viele.

Weiterführende Links

Blackout im Münsterland (07.09.2016)

Weiterführender Link Welt der Wunder Blackout (07.09.2016)

BBK Hinweise (07.09.2016)

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