Die Alarmierung im Katastrophenfall

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Wie genau erfolgt im Katastrophenfall die Alarmierung der Bevölkerung?

Früher gab zu diesem Zweck, vor allem aber auch für Bombenangriffe, viele Sirenen. Das Netz wurde ca. 1950 richtig ausgebaut, da der Katastrophenschutz neu organisiert wurde. Ca. 100.000 Sirenen standen bis 1990 zur Verfügung, danach begann der systematische Abbau. Heute sind es nicht einmal mehr die Hälfte.

Die Apps

Alarmierung Katwarn
Klicken zum Vergrößern Katwarn App
Alarmierung Nina
Klicken zum Vergrößern Nina App

Im Laufe der jüngsten Vergangenheit wurde das Thema wieder aktueller, da den Behörden tatsächlich auffiel, dass sie nicht wussten, wie die Bevölkerung bei Terrorangriffen gewarnt werden soll. Dazu entwickelten das BBK und eine andere Firma jeweils eine Warn-App. Die Nina und Katwarn App habe ich bereits vorgestellt und Ihr findet diese in eurem Appstore. Wie sich beim Amoklauf in München herausgestellt hat, funktionieren diese Varianten aber auch nicht immer zuverlässig, denn teilweise war der Dienst der Katwarn App nicht mehr verfügbar, weil einfach die Server überlastet waren.

Der Weckeffekt

Zwar kann die Alarmierung der Bevölkerung über die Medien, also Radio, TV und auch über Apps realisiert werden, jedoch fehlt bei diesen Mitteln einfach der Weckeffekt. In vielen Dörfern sind alte Sirenen oder teilweise auch schon neue Sirenen vor allem zur Alarmierung der örtlichen Feuerwehr vorhanden. Gleichzeitig kann damit auch die Bevölkerung vor Gefahren gewarnt werden und selbst schlafende Personen können davon geweckt werden. Ein Vorteil mit dem die neuen Medien nicht mithalten können, denn der Großteil der Menschen nutzt die Apps gar nicht. Ein weiteres Problem dürfte die Unwissenheit der Bevölkerung darstellen. Wer weiß denn heutzutage welches Sirenen-Signal was meint? Wer es nicht weiß, unten den Link anklicken!

Oft wird das Fehlen solcher Sirenen bemängelt aber letztendlich scheitert es meisten an den Unterhalts- und Anschaffungskosten, denn jede Kommune muss die Kosten selbst tragen. Hier wird offensichtlich ganz klar in Kauf genommen, dass man die Bevölkerung vor allem nachts einfach nicht alarmieren kann. Sollte jetzt jemand meinen, dass in einem Katastrophenfall die Polizei und Feuerwehr mit ihren Autos und deren Lautsprecher durch die Straßen fahren und so die Bevölkerung alarmieren kann, der hat falsch gedacht. Zwar wird diese Möglichkeit durchaus in Betracht gezogen, jedoch ist die Reichweite dieser Methode bei dem heutigen Fensterstandard nur sehr gering. Auch dürfte es daran scheitern, dass selbst ein Sondersignal der Polizei hinter dem nächsten Haus kaum noch zu hören ist.

Weiterführende Links

Sirene Wiki (13.09.2016)

Zivilschutzsignal Wiki (13.09.2016)

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