Die Orientierung in der Natur

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In den Zeiten von GPS, Glonass und Navigationssystemen kann man ohne diese Systeme schnell die Orientierung verlieren, sollte man sich nicht auskennen oder sich in fremden Gebieten befinden.

Die nähere Umgebung

In seiner näheren Umgebung sollte sich jeder auskennen. Zudem ist es auch von Vorteil, Schleichwege zu kennen. In den eigenen Fluchtrucksack, unabhängig ob nun ein Bob, Inch oder Edc, gehört Kartenmaterial von der näheren Umgebung, von Fluchtpunkten und eventuell auch ein Deutschlandatlas. Bevorzugt sollte dabei eine Kombination aus Satellitenbilder und einer normalen Kartenansicht, das heißt Wälder, Felder und Straßennamen sind zu gleichermaßen zu sehen. Weiterhin wäre es auch clever, das Kartenmaterial nicht nur einmal zu bevorraten.

Wie funktioniert nun eine Orientierung ohne GPS und co.?

Selbst mit aktuellen Karten ist es für viele Menschen heutzutage schwierig, herauszufinden wo sie sich befinden oder wie sie zu einem bestimmten Ziel kommen. Durch moderne Handys und Navigationssysteme ist das auch gar nicht mehr nötig. In Krisensituationen oder langen Stromausfällen, kann es passieren, dass genau diese Geräte aber nicht mehr nutzbar sind.

Nun gilt es sich auch ohne moderne Hilfsmittel zu orientieren. Das heißt mit einfachen Mitteln wie zum Beispiel Kompass und Sternen, sowie Moos an Bäumen, Lotsenpunkten und der Sonnenstellung zu navigieren. Einfach ist die Navigation mit der Sonne. Wie wir als Kinder schon gelernt haben, geht die Sonne im Osten auf und im Westen unter und im Norden erscheint sie nie!

Grundlagen der Orientierung mit Kompass und Karte

Im besten Fall hat man in einer Notsituation vorgesorgt und es stehen zumindest ein Kompass und eine Karte zur Verfügung. Damit sollte es ein Leichtes sein, die Himmelsrichtungen zu bestimmen und danach herauszufinden, wo man selbst ist und wie man zum Ziel kommt. Vergleicht man die Karte mit der Umgebung, kann man auch mit Hilfe des Kompass herausfinden, wo die eigene Position ist. Dazu werden einfach markante Punkte mit der Karte und der Kompassstellung verglichen und der ungefähre Abstand dazu geschätzt. Selbst für unerfahrene Navigatoren sollte dies eine gute Möglichkeit sein.

Sollte kein Kompass zur Verfügung stehen, kann man zum Beispiel eine Büroklammer, Rasierklinge oder Eisen- oder Stahlnadel magnetisieren. Dies geschieht durch Überstreichen über einen Magneten in eine Richtung. Legt man diese behelfsmäßige Nadel nun auf ein kleines Blatt ins Wasser, sollte sich die Nadel in Richtung Norden drehen. Zu beachten ist die Windrichtung und Flussrichtung im Gewässer. Zweckmäßig ist zum Beispiel ein Teller aus Keramik mit etwas Wasser darin an einem windgeschützten Ort.

Als Alternative dreht man sich einfach so lange mit der Karte, bis Straßen, Wälder und Felder mit der Karte übereinstimmen. Dabei ist der obere Rand der Karte immer Norden, unten Süden, links ist Westen und rechts Osten. Bitte beachtet immer den Maßstab der Karten!

Orientierung anhand der Sterne

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Nachts wird es für die meisten Menschen relativ schwierig werden die Himmelsrichtungen mittels der Uhrzeit und der Sonnenstellung zu finden. Dazu stehen dann die Sterne zur Verfügung. Vor allem der Polarstern eignet sich besonders gut. Dieser ist der einzige Stern, welcher seine Position im Laufe der Nacht nicht verändert und immer am Himmel steht. Er befindet sich immer im Norden. Ihn findet man relativ leicht, indem man die “Wagenlänge” des Sternbildes “Großer Wagen” auf das fünf bis sechsfache verlängert und daran hängt. Das Ganze ist nur in unseren Breitenlagen gültig. In der südlichen Halbkugel steht dazu das Sternenbild “Kreuz des Südens” zur Verfügung.

Orientierung an der Natur

Steht nun keines der Hilfsmittel zur Verfügung und ist es auch noch bewölkt, hilft die Natur an sich weiter. Mit den genannten Mitteln kann jedoch nicht die genaue Richtung bestimmt werden. Viel mehr ist es als Hinweis zu sehen. Nimmt man zudem nun mehrere Hinweise, kommt dabei jedoch schon eine grobe Himmelsrichtung heraus. Zum Beispiel gibt die Richtung einzeln stehender Bäume einen Hinweis. Diese sind oft Richtung Südost geneigt, da der Wind in unseren Lagen meistens aus Richtung Nordwest kommt und nach Ost-Südost weht. Deshalb wächst an Steinen und Bäumen an der Wetterseite oft mehr Moos als an der anderen Seite.

Da die Gewalten der Natur deshalb auch mehr an der nordwestlichen Seite nagen, sind hier oft verwitterte Äste zu finden. Weiterhin bieten Erlen einen letzten Anhaltspunkt für die Himmelsrichtung. Diese sind an der südlichen Seite oft heller als an der nördlichen.

 

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