Notsignale mit und ohne Hilfsmittel

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Allgemeines

Notsignale sind Hilfsmittel, mit denen man andere Menschen auf die eigene Notlage aufmerksam machen kann. Zudem gehören dazu auch Signale, die in irgendeiner Form den Weg zu einem selbst zeigen. Wenn man beispielsweise einen Marsch antreten musste, wäre es sinnvoll wenn man den SAR-Teams die Richtung zeigt. Dazu können Markierungen in Bäumen oder Steinhaufen genutzt werden.

Notsignale mit Hilfsmittel

Ist man in der glücklichen Lage und besitzt ein Handy oder Funkgerät, dürfte es nicht schwer sein ein Notsignal zu senden. Einfach die 112 oder 110 wählen, fertig! Nichtsdestotrotz kann man auch bei schlechtem Empfang seine Fotoleuchte im Handy nutzen. Anders ausgedrückt schaltet man die Lampe immer wieder einfach an und aus, sollte man zum Beispiel einen Rettungshubschrauber sehen. Dass Rettungsteam kommen, sollte voraussetzen, dass jemand weiß, wo man sich selbst aufhält und bei zu langer Abwesenheit Hilfe holt. Das heißt, dass man immer jemandem sagen sollte, wo man sich befindet.

Weiterhin kann man mit einfachen Spiegel auch gut Leuchtsignale senden, zumindest am Tag. Diese Signale sind weithin sichtbar, oft über mehrere Kilometer. Ähnlich verhält es sich mit der Fotoleuchte bei Dämmerung oder in der Nacht.

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Welches Signal sendet man denn nun, sollte man einen Spiegel oder eine Lampe dabei haben? Das SOS Notsignal ist ein internationales Notsignal und immer noch das bekannteste und am meisten genutzte Signal. Wenn man die Möglichkeit hat, sendet man drei kurze, gefolgt von drei langen und dann wieder drei kurze Signale. Meiner Meinung muss sich auch niemand unbedingt mehr Zeichen merken, da dieses demzufolge überall verstanden wird.

Notsignale ohne Hilfsmittel

Stehen keine Hilfsmittel wie Taschenlampe, Handy etc. zur Verfügung, bedient man sich einfach der Natur. Dazu können die verschiedensten Methoden gewählt werden. Beispielsweise wäre es möglich bei Schnee einfach SOS hineintreten. Dabei sollte man so tief wie möglich treten, um einen möglichst hohen Kontrast zu erreichen. Weiterhin kann man diese Räume dann mit Steinen oder Blättern auffüllen.

Um doch irgendwie Lichtsignale senden zu können, kann man Blechteile oder ähnliches blank polieren und als Spiegel nutzen. Zudem gibt es die Möglichkeit Feuer- oder Rauchsignale zu senden. Diese sind auch weithin sichtbar, teilweise sogar bei Nacht. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sich der Rauch immer vom Hintergrund abhebt. Das heißt dunkler Rauch bei Schnee, heller Rauch bei waldigem Hintergrund. Für dunklen Rauch kann man beispielsweise Öl, Reifen oder harziges Holz verbrennen, für hellen Rauch hingegen frisches Gras. Je nachdem wie unwegsam oder verloren die Gegend ist, in der man sich aufhält, kann man auch einen ganzen Baum anzünden. Dabei muss ein freistehender Baum gewählt werden und das Feuer muss gut vorbereitet werden. Obendrein darf das Feuer nur angezündet werden, wenn Hilfe in Sichtweite ist. Sinnlos verbrannter Brennstoff, vor allem in schneebedeckten Gebieten, wäre nicht nur eine Verschwendung von Ressourcen und Kräften, sondern auch eine potentielle Waldbrandgefahr.

Richtungssignale herstellen

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Muss man aus welchen Gründen auch immer einen Marsch antreten und zum Beispiel seine Absturzposition verlassen, sollte man den Rettungskräften immer einen Hinweis geben, in welche Richtung man gegangen ist. Dabei muss auf die Wetterbeständigkeit geachtet werden. Es bringt nichts, wenn ein auf den Boden gekritzelter Pfeil vom Regen weggewaschen wird oder auf den Boden gelegte Blätter vom Wind weggeweht werden.

Dementsprechend kann man je nach Kreativität alles mögliche nutzen. Zum Beispiel können Steinhaufen oder Steinsignale gelegt werden, hierbei ist auf eine möglichst große Größe zu achten. Ein 30x30cm Signal wird niemand aus dem Hubschrauber entdecken. Im Folgenden gebe ich eine kurze Übersicht über Richtungssignale:

  • Steinhaufen oder Steinpfeile
  • kleine Bäume oder große Äste legen
  • kleine Bäume abknicken – in die Richtung, in die man geht
  • Rinde von Bäumen abschlagen – auch in die Richtung, in die man sich bewegt
  • Schneehaufen oder Schneemänner bauen – möglichst groß und mit dunklen Blättern zwecks Kontrast
  • SOS in Felder oder Wiesen treten
  • Signale möglichst auf freien Flächen platzieren

Weiterführende Links

Notsignale Wiki (07.10.2016)

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