Multitools und Messer

Multitools und Messer notfallvorsorge brandenburg

Generelles zu Multitools und Messer

Zuerst gibt es hier den Hinweis, dass es hier nicht um Multitools und Messer zur Selbstverteidigung geht. Es geht vielmehr um Messer im Sinne von Gebrauchsgegenständen. Das deutsche Waffengesetz ist da recht eindeutig und sagt, dass alle Messer mit einer Klingenlänge von über 12cm oder aber Einhandmesser verboten sind. Die einzigen Ausnahmen sind das Tragen eines Einhandmessers zur beruflichen Ausübung oder aber für einen allgemein anerkannten Zweck. Dazu gehört jedoch nicht das Durchtrennen von Gurten im Notfall. Allgemein angepriesene Rettungsmesser sind oft verboten! Diese Regelung finde ich persönlich als etwas übertrieben, nichtsdestotrotz ändert das nichts an den Tatsachen. Kaufen darf man diese Messer jedoch, nur das Führen ist verboten.

Multitools und Messer
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Weiterhin ist das Tragen von Messern zur Verteidigung extrem umstritten. In vielerlei Hinsicht ist dies sogar gefährlich, jedoch nicht für den Angreifer, sondern für den Träger des Messers. Viele Menschen würden bei dem Versuch sich mit einem Messer zu verteidigen, wohl eher selbst schwer verletzten, als dass es einen Nutzen hätte. Angreifer werden sich auch kaum davon abschrecken lassen, denn meistens haben diese eben auch andere Waffen bei sich. Eine Alternative bietet da ein Pfefferspray. Nachzulesen in meinem Beitrag.

Günstig oder teuer kaufen?

Im Endeffekt bleibt das wieder jedem selbst überlassen und wird wahrscheinlich vom eigenen Geldbeutel bestimmt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wann immer man etwas Billiges kauft und dieses öfters nutzt, man letztendlich immer mindestens zweimal Geld ausgibt. Deshalb rate ich jedem lieber etwas mehr Geld beim ersten Mal in die Hand zu nehmen, umso im Endeffekt bares Geld zu sparen. Ein 5 Euro Multitool beispielsweise, geht schon nach ein paar Mal auf und zu klappen sehr schwerfällig oder ganz im Gegenteil viel zu einfach auf. Beide Effekte habe ich an einem! Multitool zusammen beobachten können. Da half auch kein Öl mehr, das Tool ging in den Müll.

Welches Multitool ist das Richtige?

Gibt man den Begriff Multitool beispielsweise Amazon ein, erhält man viele und auch recht günstige Tools. Die Bewertungen dort geben zudem schon einen ersten Einblick. Letztendlich kommt es auf die eigenen Bedürfnisse und Geldbeutel an. Ich selbst beispielsweise mag eher einzelne Werkzeuge und habe selbst nur ein Multitool. Generell würde ich von allzu klobigen Multitools abraten und eher zu einem Schweizer Armeemesser raten. Dieses heißt wiederum nicht einfach nur so, es ist auch ein Armeemesser.

rettungsmesser
Rettungsmesser, jedoch ist das Führen verboten!

Welches Messer ist das Richtige?

Diese Frage wiederum ist wirklich nicht einfach zu beantworten. Im Allgemeinen gibt es jedoch einige Merkmale, welche man beachten sollte.

Klappmesser oder feststehende Klinge?

Will man ein stabiles Outdoormesser haben, sollte man eine feststehende Klinge nutzen. Im Gegensatz dazu bieten Klappmesser, sollten sie zu günstig sein, meistens keine hohe Stabilität. Nichtsdestotrotz kommt es hier wiederum auf den Zweck an. Ein Klappmesser kann man leicht im EDC verstauen und ist gut händelbar. Auf eine feststehende Klinge kann man sich jedoch bei jedem Outdoorgebrauch gut verlassen.

Weiterhin sollte man bei einer festen Klinge auf eine durchgehende Klinge, bis zum Ende des Griffs achten. Sollte das Messer billig verarbeitet sein und die Klinge mitten im Griff aufhören, wird es über kurz oder lang anfangen zu wackeln und dadurch unsicher werden.

Welches Material und welche Form?

Definitiv sollte der Stahl rostfrei sein oder aber es sollte eine Carbonverbindung genutzt werden. Beide bieten gegenteilige Vor- und Nachteile. Eine Carbonverbindung bleibt lange scharf, rostet jedoch auch eher als eine rostfreie Stahlklinge. Dementgegen rostet rostfreier Stahl natürlich nicht, muss aber oft geschärft werden.

Weiterhin gibt der Rockwellgrad (HRC) die Härte an. Hierbei gilt wiederum, je härter das Messer, desto unflexibler sind diese. Es gibt tatsächlich ein Messer mit einem Rockwellgrad 100. Dieses wird aus Diamanten heraus gelasert und wird für Augenoperationen genutzt. Für den normalen Outdoorbereich reicht aber ein HRC von ca. 50 vollkommen aus. Schleifen muss man Messer in jedem Fall eigentlich immer.

Nicht zuletzt sollte die Klinge nicht zweischneidig sein, da dadurch Arbeiten unnötig erschwert werden und das Verletzungsrisiko wieder steigt.

Welcher Griff?

Der Griff sollte wie bei jedem Werkzeug rutsch- und grifffest sein, um so ein Abrutschen und schwere Verletzungen zu vermeiden. Dabei ist es im Prinzip egal, aus welchem Material der Griff besteht. Weiterhin muss jeder ausprobieren, welcher Griff für ihn subjektiv passt. Dabei kommt es unter anderem auf die Handgröße an. Ungeachtet dessen sollte das Messer einen Fingerschutz haben.

Die sehr oft angepriesenen “Überlebensmesser” mit hohlen Griffen für Streichhölzer etc. sollten vermieden werden, da diese nicht wirklich stabil sind.

suvivalmesser
Feststehende Klinge, jedoch billig verarbeitet.

Auf die Größe und das Gewicht kommt es an!

Da wir in Deutschland lediglich ein einschneidiges Messer bis 12cm Klingenlänge führen dürfen, ist diese Größe nicht zu überschreiten. Zudem finde ich, dass eine Länge von 10cm bis 12cm ausreichend ist. Damit kann man viele Arbeiten gut erledigen.

Wie schwer ein Messer sein darf, hängt von den persönlichen Vorlieben und dem Einsatzgebiet ab. Trotzdem sollte ein Gewicht von 400g, bei EDC Messern 200g, nicht überschritten werden, da der Tragekomfort darunter leidet.

 

 

 

 

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