Hatschie – Infekten vorbeugen

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Infekten vorbeugen

Überall Niesen, Husten, Keuchen, Taschentücher… es ist wieder Erkältungszeit! Nicht nur, dass viele Menschen teilweise kaum das Händewaschen nutzen, nein! Einige sind sogar so ekelig und Husten und Niesen in die Hand! Einfach nur widerlich, denn durch nichts verbreiten sich Keime besser als so. Weiterhin gibt es Menschen, die es vorziehen, erst gar nichts vor Mund und Nase zu halten beim Niesen oder Husten.

Wer jetzt davon ausgeht, dass infektiöse Tröpfchen nur zwei Meter weit kommen, ist schief gewickelt. Die unsichtbare Wolke verbreitet sich über 12 Meter weit! Damit wird mit einem Nieser schnell ein ganzer Raum infiziert.

Vor allem in der kalten Jahreszeit ist es teilweise nicht einfach, gesund zu bleiben. Da kommt es ganz auf das Immunsystem jedes einzelnen an. Einige werden nie krank, andere hören gar nicht auf damit. Dieser Artikel ist vor allem für die letztere Gruppe gedacht.

Noch ein kleiner Hinweis: Infekten vorbeugen funktioniert nicht immer. Eine Schmierinfektion passiert schnell und ist teilweise gar nicht zu vermeiden. Wir fassen uns oft genug unbewusst ins Gesicht und verreiben so Bakterien und Viren darin.

 

Grundsätzliche Denkfehler

Infekt oder Grippe

Einer der wohl weitverbreiteten Denkfehler ist, dass Erkältungen durch Bakterien ausgelöst werden. Dem ist natürlich nicht so. Erkältungen werden durch Viren ausgelöst und bedürfen keiner antibiotischen Therapie. Ganz anders sieht die Sache aus, wenn auf den Virusinfekt noch ein bakterieller Infekt darauf kommt. Das passiert oft, wenn das Immunsystem sowieso geschwächt oder wenig stark ausgeprägt ist. Diese Infekte sind dann aber meisten sehr intensiv. Die Grippe wiederum wird durch Bakterien ausgelöst und ist eine schwere Erkrankung und bedarf oft einer Antibiose.

Gelber Schleim

Gelber Schleim oder Auswurf beim Husten oder Niesen zeigt nicht automatisch einen bakteriellen Infekt an. Vielmehr zeigt die Höhe des Fiebers an, ob es sich um einen bakteriellen oder Virusinfekt handelt. Temperaturen bis 39°C werden bei Ärzten oft als Virusinfekt diagnostiziert und nicht weiter behandelt. Alles darüber legt den Verdacht nahe, dass es sich um einen bakteriellen Infekt handelt. Oft machen Ärzte auch dann aber nichts. Denen muss man schon gehörig auf die Füße treten und ja alle Symptome aufzählen, dass die irgendetwas verschreiben.

 

Schutzmöglichkeiten

Die lange-Ärmel-Methode

Die berühmte lange-Ärmel-Methode

Eine der wohl bekanntesten Methoden, um Kontaktstellen für Keimübertragungen zu vermeiden, ist die lange-Ärmel-Methode. Dabei zieht man einen Ärmel einfach lang, sodass er die komplette Handinnenfläche überdeckt und sogar die Finger. Dadurch kann man Keime daran hindern, sich über die Hände im Gesicht zu verteilen, denn diese bleiben schließlich am Ärmel hängen.

Wohl ist diese Methode nicht die beste, jedoch teilweise sehr wirkungsvoll, da ständiges Händewaschen und Desinfektion der Hände dazu führen kann, dass die Hände einfach viel zu trocken sind und wiederum mehr Keime eindringen können. Das will sicherlich keiner.

Natürlich sieht das teilweise sehr witzig aus, wenn man ständig Türklinken und Lichtschalter mit dem Ärmel betätigt, ist also nur bedingt geeignet. Zudem ist diese Methode je nach Pullover oder Außentemperatur nur bedingt wirksam.

Desinfektion & Händewaschen

Hände

Jedoch ist die Desinfektion ein sehr wirkungsvolles Mittel zur Infektvermeidung. Hiermit ist nicht nur die Händedesinfektion gemeint, denn diese beseitigt nur 20% der Keime auf der Haut. Nur das Zusammenspiel zwischen Desinfektion und Händewaschen kann wirklich die meisten Keime inaktivieren, töten oder beseitigen. Dabei muss beides mindestens 30 Sekunden durchgeführt werden und dabei ist auf die richtige Ausführung zu achten. Die Keime werden bei beiden Maßnahmen zum größten Teil durch die physikalische Reinigung zerstört oder abgewaschen. Das heißt, dass hierbei auf ausreichend Druck zu achten ist.

Tisch, Maus, Tastatur

Hierzu erst einmal eine nette Zahl: bei Tastaturen ist die Keimbelastung 150mal höher als normal! Dabei ist die Keimzahl mit der auf einem WC-Sitz zu vergleichen. Wenn ihr nun das nächste Mal krank werdet, kann das durchaus eine Ursache sein.

Zum Glück sind Tastaturen und PC-Mäuse relativ unempfindlich gegenüber Desinfektionsmittel, sogar im laufenden Betrieb. So habe ich schon mehrere Jahre meine Tastatur teilweise täglich, vor allem in der Erkältungszeit, mit Sprühdesinfektion desinfiziert und alles funktioniert wie immer und sieht auch aus wie immer. Mein Rat deshalb: wöchentlich die Tastatur, den Tisch und die PC-Maus reinigen. Bei der Nutzung durch unterschiedliche Anwender ist dies sogar täglich zu empfehlen.

Gleiches gilt für:

  • Lichtschalter
  • WC Spülungen
  • Wasserhähne
  • Griffbereiche wie beim Kühlschrank
  • Griffe von Schränken
  • Innenraum von Autos

Lüften

Nachdem ich oben schon erwähnt habe, wie weit ein Nieser reichen kann, versteht es sich von selbst die Luft regelmäßig im Zimmer zu tauschen, vor allem wenn ihr mit Kollegen und vielleicht Kunden in einem Zimmer zusammen seit. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Fenster nicht angekippt werden, sondern weit geöffnet werden. Nur so können Keime zuverlässig nach draußen entsorgt werden.

Kontaktstellen meiden

Ebenfalls wie die lange-Ärmel-Methode setzt diese Methode darauf, dass erst gar keine Keime an einen heran kommen. Vorab, das ist fast unmöglich! Aber: es reduziert zu mindestens die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren. Dabei könnt ihr Lichtschalter beispielsweise mit dem Ellenbogen betätigen oder auch mal das Knie nutzen. Dabei ist ein positiver Nebeneffekt, dass man beweglich bleibt.

Menschen meiden

Yeah, werden jetzt einige von euch denken. Endlich keine Menschen mehr! Da muss ich euch enttäuschen, da müsst ihr weiterhin auf die Apokalypse warten. Bei dieser Methode ist viel mehr gemeint, dass man anderen nicht die Hand gibt, sondern eher umarmt oder einfach dämlich winkt. Beim Umarmen werden Schmierinfektionen von Hand zu Hand vermieden, da hierbei nur Stellen angefasst werden, die kaum keimbelastet sind. Des Weiteren ist es ratsam, Abstand zu wahren und nicht jedem und allem auf die Pelle zu rücken.

Taschentücher nur einmal nutzen

Aber ich will doch Geld sparen und Bäume retten! Derjenige kann das auch gern tun, muss dann aber in Kauf nehmen, dass er schön die Bakterien und Viren auf seiner Hand verschmiert. Über Stofftaschentücher möchte ich hier gar nicht reden, diese sind einfach nur widerlich. Zu diesem Prozedere gehört auch das fachgerechte entsorgen dieser Taschentücher. Sollen sich andere Menschen nicht daran infizieren, werft sie am besten in einen geschlossenen Behält, auch Mülleimer genannt oder noch besser gleich in die Toilette.

In die Armbeuge husten/niesen

Wer seinen Kindern noch beibringt, die Hand vor den Mund zu halten beim Husten, der sollte das überdenken und am Arm weiter nach oben rutschen. Die Armbeuge ist der richtige Ort, um Bakterien und Viren fachgerecht zu entsorgen. Dabei vermeidet ihr gleichzeitig das Ausbreiten im Raum und könnt auch keine Schmierinfektion weiter geben. Das Pullover sollte dann aber gewaschen werden! Solltet ihr keinen Pullover anhaben, könnt ihr die Armbeuge danach auch einfach gründlich waschen.

Abwehrkräfte stärken

Da liegt der Hase bei den meisten im Pfeffer begraben. Wer isst schon gern viel Obst und noch mehr Gemüse? Wer seine Abwehrkräfte und sein Immunsystem stärken möchte, muss seinen Körper mit allen möglichen Nährstoffen versorgen. Dazu zählen aber keine Vitamin-C Brausetabletten! Das ist fast immer minderwertiges Vitamin-C und eine Apfelsine beispielsweise enthält alle zur Verfügung stehenden Vitamin-C’s. Zudem ist Zink nachgewiesener Maßen das einzige Mittel, was Infekte verkürzen kann. Alles anderes ist Mist oder sogar schädlich. Mineralwasser ist zudem auch immer eine gute Lösung, um den Körper mit Magnesium, Calcium etc. zu versorgen und so zum starken Immunsystem beizutragen.

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