Massenarmut – ein denkbares Szenario?

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Ist die Massenarmut ein denkbares Szenario?

Ein wenig Statistik

Deutschland ist im Oktober 2016 in der Arbeitslosenstatistik auf Platz 2. Hierbei handelt es sich nicht um eine der höchsten Arbeitslosenquoten, sondern um eine der niedrigsten. Mit gerade einmal 4,1% Arbeitslose, das entspricht 1,7 Millionen Menschen und damit liegen wir knapp über Tschechien mit 3,8%. Hier findet ihr eine kurze übersichtliche Statistik zu dem Thema Arbeitslosigkeit.

Nun darf man jedoch nicht so blauäugig sein und denken, dass diese Zahlen als einzige die Armut darstellen. Als arbeitslos gelten beispielsweise nicht:

  • Arbeitslose, welche arbeitsunfähig geschrieben sind (krank)
  • Arbeitslose in Weiterbildung oder Maßnahme
  • Erwerbstätige, welche mehr als 15 Stunden arbeiten
  • Arbeitslose, welche durch private Vermittler betreut werden
  • jeder, der älter als 58 Jahre ist und arbeitslos
  • Arbeitslose ohne Arbeitslosengeldbezug
  • Arbeitslose, welche nicht den Kriterien entsprechen

Zählt man nun andersherum die Zahl der Erwerbstätigen, kommt man auf 43,7 Millionen. Bei 82,2 Millionen Einwohner in Deutschland sind das gerade einmal 53%. Das wiederum bedeutet, dass knapp die Hälfte der Bevölkerung nicht erwerbstätig ist. Daraus folgern kann man jedoch nicht, dass diese kein Einkommen haben, denn hierzu zählen unter anderem auch Kinder und Rentner. Schaut man sich diese Tabelle an, ist ganz klar, wohin der Trend der Bevölkerungsentwicklung läuft.

Weiterhin gibt es viele verschiedene Zahlen, welche darlegen, dass es durchaus eine Armut in Deutschland gibt. Hier sind nur einige Zahlen genannt:

  • durchschnittliche Schulden eines überschuldeten Bürgers in Deutschland: 35000€
  • nur 70% der 18-70 Jährigen leben von ihrer eigenen Erwerbstätigkeit
  • 62% des Bruttoeinkommens stammen aus Erwerbstätigkeit
  • 23% stammen aus öffentlichen Geldern
  • die Armutsgefährdungsquote beträgt immerhin 16,7%

Ein denkbares Szenario?

Betrachtet man die Anzahl der Rentner und dann die Zahl der Menschen, welche Leistungen zur Grundsicherung erhalten, wird klar, zu mindestens im Alter ist dieses Szenario durchaus denkbar. Von 17 Millionen Rentnern beziehen 1 Million Leistungen zur Grundsicherung, können ihr Leben also nicht durch die Rente allein finanzieren.

Auch bei den 18 bis 64 Jährigen sieht die Lage nicht viel besser aus. Immerhin sind 26% von Armut bedroht. Noch schlimmer finde ich die Zahl der unter 18 Jährigen, dort sind es 31%. Zusammenfassend kann man sagen, dass durchschnittlich ein viertel der Deutschen von Armut bedroht und sage und schreibe 20% direkt von Armut betroffen sind.

 

Wie kann man vorbeugen?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, denn selbst ein durchschnittlicher Mensch mit gutem Einkommen kann von jetzt auf gleich arbeitslos werden und sollte er dann keine neue Anstellung finden, auch unter die von Armut betroffenen Menschen fallen. Einige fallen letztendlich durch alle Fangnetze unseres Sozialstaates und werden, wenn auch nicht immer unverschuldet, arm.

Vorbereitung schützt vor Inflation

Diese Überschrift ist schnell und einfach erklärt. Stellt man sich vor, dass viele alltäglich Dinge im Laufe der Zeit immer teurer werden, ist es nur logisch, sich einen größeren Vorrat anzulegen. Diese Dinge kosten heute beispielsweise 50Cent und in einem Monat 70Cent, da ist die Rechnung schnell und einfach gemacht. Die Vorteile der Bevorratung an sich, spielen schon eine große Rolle. Sollte sich eine Krise anbahnen, kann man gut beobachten, wie die Preise in die Höhe schnellen.

Notreserven anlegen

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Der gute alte Alkohol, selbst wenn man ihn nicht selbst trinkt, taugt er doch zur Handelsware!

Wer kennt das nicht, als die Oma früher noch das Geld unter der Matratze hatte. Kommt man in eine Notlage, egal welcher Natur, kann man so schnell und einfach diese überwinden. Das gleiche Prinzip gilt hier beispielsweise bei einem verunfallten Auto. Hat man für diesen Fall Reserven angelegt, muss man nicht um seine Zukunft bangen.

Krisenfeste Zahlungsmittel

Krisensicheres Zahlungsmittel sind weiterhin Gold, Silber, Tabak, Zigaretten, Kaffee, Alkohol, Verbandsmaterial und Honig. Weiterhin kann man durchaus Medikamente dazuzählen. Im Prinzip zählt alles dazu, was als potentielles Suchtmittel zu gebrauchen ist. Auch Dienstleistungen wie beispielsweise medizinische Leistungen von Krankenpflegern, Ärzten, Sanitätern etc. zählen dazu. Es gibt viele Möglichkeiten Wissen einzusetzen.

Versicherungen

Geht man jetzt einmal nicht vom Ende der Welt aus, können zum Beispiel Berufsunfähigkeitsversicherungen nützlich sein. Dabei kommt es natürlich immer auf den Beruf an. Auch an seine eigene Familie sollte man denken und zu mindestens eine Versicherung oder einen Geldbetrag für den Todesfall vorhalten. So bleiben die Liebsten nicht auf einer hohen Rechnung sitzen.


Lebensmittel

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Für eine kurze Zeit hilft Bevorratung von Lebensmitteln!

Dieses Thema habe ich schon behandelt und werde deshalb nur noch einmal kurz darauf eingehen. Prinzipiell gilt hier, je weniger Flüssigkeit in Dosenessen vorhanden ist, umso länger hält diese. Nichtsdestotrotz muss man für den täglichen Bedarf nur das kaufen, was auch wirklich verbraucht wird, denn so spart man Geld und Abfall. Letztendlich ist es sinnvoll, eigene Obstbäume oder Beete zu besitzen und diese auch zu nutzen und sogar Methoden zur Haltbarmachung zu kennen. Da Honig beispielsweise sehr lange haltbar ist und wertvollen Zucker enthält, kann man damit in Krisen gut handeln.

 

Mögliche Folgen

Finanzielle Folgen

Über kurz oder lang, wird jeder seine Reserven aufbrauchen und nur die, welche eigene Lebensmittel herstellen, werden auf Dauer überleben. Überspitzt man das Ganze und geht von einer Armut von 100% aus, kommt es früher oder später zu Massenunruhen. Jeder wird versuchen an lebensnotwendige Lebensmittel und Verbrauchsgüter zu kommen und dafür nicht nur Handel nutzen.

Diejenigen, die Lebensmittel selbst herstellen, müssen sich dann entweder wirklich gut versteckt haben oder eben zu verteidigen wissen. Das Ganze kann man jetzt weiter spinnen aber letztendlich weiß man nie, wie so etwas aus geht. Sicher ist jedoch, dass viele ihr Hab und Gut wie beispielsweise Immobilien verlieren würden. Im Endeffekt kann man sich auf dieses Szenario nie wirklich ganz vorbereiten.

Bevölkerungsfolgen

Ähnlich wie in der Situation in Syrien werden viele Menschen anfangen zu wandern und ihr Glück in anderen Ländern probieren. In wie weit dann diese anderen Länder auch betroffen sind, bleibt abzuwarten. Zu mindestens würden Familien auseinander gerissen werden. Einige Stimmen werden sogar laut, dass sich das Gleichgewicht der Dritteweltländer verschieben wird und die ganz Situation sich umdreht. Dies würde bedeuten, dass Industrienationen arm, und arme Länder reich werden würden. Ob diese Situation auch eintritt, bleibt ebenfalls abzuwarten. Ich tendiere eher dazu, dass sich das Elend überall ausbreiten wird.


 

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