Großes Special: Schutz rund um Eigenheim und Grundstück

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Erweiterung – Schutz des Eigenheims und Grundstücks

Im ersten Teil habe ich bereits Grundsätze erklärt, wie man sein Eigentum sicherer gestalten kann. Dabei ging es vor allem um das Grundstück und die Begrenzung. Dieses Mal geht es um andere wichtige Tipps rund um das eigene Grundstück und auch Haus.

Allgemeine Hinweise

Hierbei kann man sich einmal mehrere Aspekte anschauen. Einbrüche werden zu 17% in der kalten Jahreszeit allein im Dezember durchgeführt. Damit ist diese Zahl die höchste des ganzen Jahres. Wer nun noch denkt, dass die Bösewichte immer nachts zuschlagen, der irrt gewaltig. Die Großzahl aller Einbrüche wird tagsüber, wenn kaum jemand zu Hause ist durchgeführt. Zudem erreicht die Gesamtzahl immer höhere Ausmaße und steht 2016 auf dem bisherigen Höhepunkt seit 2007.

Immerhin scheitern 40% der Täter am Einbruch und müssen weiterziehen.

Einbrüche pro Jahr
Gescheiterte Einbrüche

Do's und Don'ts

Do's

  • Rollläden schließen
  • Einbruchschutz
  • Türen und Fenster geschlossen halten
  • Mit den Nachbarn gut stellen
  • Kinder trainieren
  • Aufteilungsprinzip

Don'ts

  • Garage offen stehen lassen
  • Werkzeug oder Leitern liegen lassen
  • Hecken und Bäume nicht schneiden
  • Urlaub bei Facebook posten
  • Haus-/ Wohnungstür nicht abschließen
  • Fakekameras nutzen

Was bedeutet das im Einzelnen?

Kein Werkzeug und Leitern herum liegen lassen

Man kann nach getaner Arbeit im Garten, beispielsweise an Bäumen die Leitern für den nächsten Tag natürlich stehen lassen. Eine Folge dieser Faulheit könnte Einbrechern in die Karten spielen. Diese nutzen die Leiter dann einfach, um in ein höheres Stockwerk zu gelangen, wo die Sicherheitsmaßnahmen meist etwas geringer ausfallen, bzw. Fenster auch nachts oft angekippt sind.

Wie leicht angekippte Fenster geöffnet werden können, kann man gut auf YouTube sehen. Dabei dauert das Öffnen nur ein paar Sekunden. Auch das Zerstörungsfreie Öffnen dauert meist weniger als eine Minute.

Garage nicht offen stehen lassen

Viel Werbung machen für seine eigenen Habseligkeiten kann man durch das Offenstehenlassen der Garage machen. Dabei können Diebe und Einbrecher sowie unliebsame Nachbarn nach Belieben Ausschau nach Diebesgut halten. Zudem sind auch viele Türen von der Garage in das Wohnhaus oft nur ungenügend gesichert. Darum gilt: Garage immer geschlossen halten und die Zwischentür extra sichern.

Hecken und Bäume beschneiden

Zum einen sind Hecken und Büsche gute Versteckmöglichkeiten für einen Hinterhalt, zum anderen können sich dort auch Spotter (Vorhut der Einbrecher, Leute, welche das Objekt ausspionieren) verstecken. Deshalb gilt hier, dass alle Hecken und Büsche in der Nähe des Hauses bis auf unter ein Meter geschnitten werden sollten. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass auch andere wie beispielsweise Nachbarn besser unbekannte Menschen auf dem Grundstück erkennen können.

Bäume in der Nähe eines Wohnhauses sollten immer so beschnitten sein, dass niemand von diesen Bäumen in die höheren Etagen des Hauses klettern kann.


Türen und Fenster geschlossen halten

Dieser Teil erklärt sich ja eigentlich von selbst, jedoch beinhaltet das auch, dass Fenster und Türen während der Anwesenheit geschlossen bleiben. Da Gelegenheit eben oft Diebe macht, kann ein neues Handy auf dem Schreibtisch auch einmal schnell durch ein offenes Fenster gestohlen werden. Zudem sollte bei Abwesenheit immer vorher kontrolliert werden, ob alle Fenster geschlossen sind. Befindet sich die Wohnung jedoch im 5. Stock, erübrigt sich dies.

Haus- / Wohnungstür nicht abschließen

Dieses Thema hatte ich bereits in einem früheren Artikel angesprochen, greife ihn hier nun trotzdem einmal mehr auf, da immer noch viele Türen auch bei kurzer Abwesenheit nicht abgeschlossen werden. Türen, welche nur ins Schloss gefallen sind, können schon mit einem Einfachen Spachtel oder einem Draht innerhalb von Sekunden geöffnet werden. Dazu muss der Bösewicht nicht einmal ein Profi sein.

Weiterhin lassen viele Menschen die Tür bei Anwesenheit ebenfalls unverschlossen, weil sie denken “Ich bin ja zu Hause”. Die wenigsten werden jedoch auf einen Einbrecher, welcher plötzlich vor einem steht, vorbereitet sein. Deshalb gilt auch bei Anwesenheit, dass die Wohnungs- oder Haustür abgeschlossen sein sollte oder beispielsweise eine zusätzliche Kette angebracht werden sollte.

Rollläden schließen

Der Einbruchschutz durch Rollläden an sich ist umstritten, da man diese teilweise einfach nach oben schieben kann. Jedoch ist hier eher der Schutz vor neugierigen Blicken gemeint. Sobald das Licht beim Dämmerung angeschaltet wird, ist es ratsam die Rollläden herunter zulassen bzw. Gardinen zuzuziehen. So können Spotter kein Diebesgut ausspähen und das Risiko eines Einbruches sinkt.

Kinder trainieren

Hierbei ist nicht unbedingt Sport gemeint, sondern die Sensibilisierung für alle genannten Szenarien und Maßnahmen. Das heißt, dass auch Kinder schon geschult werden sollen, dass sie Fremden keine Tür öffnen sollen und beispielsweise immer die Fenster geschlossen halten. Je früher die Erziehung anfängt, desto besser geht alles in Fleisch und Blut über.

Mit den Nachbarn gut stellen

Oft sind alte Damen oder neugierige Nachbarn verpönt. Jedoch sollte man nicht vergessen, dass eine Vernetzung und Bündelung von Ressourcen nicht nur in Krisenzeiten Vorteile mit sich bringt. Dabei kann die alte neugierige Dame schon mal schnell die Polizei rufen, sollte sie unbekannte Personen auf dem Grundstück entdecken. Hierbei darf man jedoch nicht die menschliche Gleichgültigkeit vergessen. Das bedeutet, dass die meisten Menschen lieber Probleme oder in diesem Fall unbekannte Personen ignorieren und unbewusst verdrängen.


Dabei wird eben unbewusst die Verantwortung abgegeben, nach dem Motto: “wird schon richtig sein”. Einen ähnlichen Effekt kann man bei Autounfällen beobachten, bei denen vorbeifahrende Fahrzeugführer die Verantwortung für die Hilfe an den nachfolgenden Verkehr abgeben. “Der nächste wird schon anhalten.”

Fakekameras nutzen

Genau das sollte man nicht tun. Amateurdiebe und Profis sowieso, erkennen solche falschen Kameras auf den ersten Blick. Oft führen keine Kabel davon weg oder es blinkt ein kleines Licht. Das wiederum gibt den Einbrechern das Signal, dass hier am Einbruchschutz gespart wurde.

Urlaub bei Facebook & co. posten

Dieses Thema wurde schon oft in den Medien erwähnt. Nichts ist für einen Einbrecher verlockender, als ein leeres Wohnhaus, bei dem die Bewohner im Urlaub sind. Viele Menschen kündigen ihren Urlaub groß vorher an, indem dies bei Facebook gepostet wird. Da viele Menschen die “Freunde” nur so sammeln, können viele teilweise auch unbekannte Menschen auf diese Informationen zugreifen. Dazu kommt noch, dass einige immer gern mit ihrem Urlaub im schönen 5 Sterne Hotel in Dubai prahlen wollen und auch während des Urlaubs Bilder posten. Spätestens jetzt weiß jeder, dass keiner zu Hause ist.

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